Ext4 ist richtig robust

Ist mir neulich passiert. Wollte ein RAID auflösen. Tat dies auch mit mdadm –stop, und mit zero-superblock gleich plattmachen, dann erstmal neu mounten als normales ext4. Zack Fehlermeldung geht nicht. Leichte Panik. Dann nochmal kurz innehalten. Weiter mit nochmal mounten. Wieder nicht, gut, also fsck, bringt sofort Fehler geht. Mittlere Panik. Andere Platte probieren, war ja ein RAID1 also bitgleich. Geht auch nicht. Mittel-Schwere Panik. Also erstmal alles studieren und überlegen. RAID nochmal assemblen geht auch nicht. Dateisystem meldet das es eins gibt auch mit den richtigen Parametern, aber beim mounten und Check meldet er immer Fehler, mal Superblock nicht gefunden oder Größe stimmt. Superblock? Ich hatte zwar einen gelöscht, aber der war ja vom RAID und es gab auch keine Backups mehr. Na gut gelesen das man mit mkfs.ext4 -S nur superblock and group descriptors schreiben kann, also das was angeblich fehlt. Getan, mounten, gleiches Problem. Panik. Für weitere Versuche erstmal die eine Platte mit dd auf die andere kopieren, und nur noch mit dieser probieren. Nach zwei Tagen kopieren und etlichen Versuchen mit fsck, dumpe2fs und mkfs noch mehr Informationen zu bekommen, die rettende Idee, einfach das RAID nochmal mit create anlegen. Und Zack ging auch das mounten, fast ohne Fehlermeldung, aber es ging. Da ich ja einige Bits verändert hatte, mkfs.ext4 -S, war es zwar nciht mehr das gleiche Bit-Muster wie vorher auf der Platte, aber md und ext4 zusammen haben das trotzdem verdaut. Und alle Daten sind noch da.

 

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